Geschichte von La Palma

Es ist gerade 500 Jahre her, dass auf La Palma das Steinzeitvolk der Guanchen lebte, und zwar in Sichtweite der zivilisierten Welt. Ihr Kulturstand bewegte sich in steinzeitlichen Gepflogenheiten, denn sie nahmen sich Höhlen als Wohnraum, fertigten ihre Kleidung aus Fellen und nutzten einfache Steinwerkzeuge. Von den ersten Besiedlungsversuchen ist allerdings sehr wenig bekannt.

Möglicherweise fanden die Berber als Erste den Weg von Afrika über den Ozean zu den Kanaren. Die älteste Datierung von archäologischen Fundstücken weisen auf die Jahre um 200 vor Christus, sind also entwicklungsgeschichtlich gar nicht so alt.

Um 1405, in der Zeit der Conquistadores, gab es grundlegende Veränderungen. La Palma wurde ins spanische Königreich eingegliedert und vollzog eine schmerzliche und viele Opfer kostende Umwandlung von der Steinzeit in die Neuzeit, ohne die geschichtlich/evolutionären notwendigen Zwischenstufen zu berücksichtigen. Aber zum Glück wurden die Ureinwohner von La Palma nicht gänzlich ausgerottet.

Im 16. Jahrhundert begann der nicht zu unterschätzende Aufschwung der Insel. Honig, Wein, Zucker und andere Produkte wurden in beachtlichen Mengen ausgeführt. Eine erste Werft wurde in Betrieb genommen und eine Seeverbindung nach Europa und Amerika, sorgten für schwunghaften Handel.

Die im 19. Jahrhundert eingeführte Schildlauszucht zur Herstellung von karminroter Farbe war besonders für die Landarbeiter eine wichtige Einahmequelle. Es wurde Zuckerrohr angebaut und der Bananenanbau ist noch heute die wirtschaftliche Grundlage von La Palma.

Ergänzende Wirtschaftszweige sind die Ziegenzucht, Weinanbau und eine kleine Tabakindustrie. Der noch relativ junge Tourismus beginnt Geld auf die Insel zu spülen und wird sich in der Zukunft wohl zum wichtigsten Erwerbszweig entwickeln.