Geschichte von Gran Canaria
Zur geschichtlichen Entwicklung von Gran Canaria gehört, dass die Insel seit ca. 3000 v. Chr. von den Guanchen, den Urkanariern, bewohnt wurde, die in aus Steinen gebauten Rundhäusern wohnten.
Die Guanchen waren große und kräftig gebaute Menschen mit blauen Augen und langen, blonden Haaren. Sie nannten sich selbst Guanches, von guan für “Mann” und “che” für “weißer Berg”, wobei sie sich allerdings auf den schneebedeckten Vulkan Teide der Insel Teneriffa bezogen.
Einige Theorien zur Herkunft der sogenannten Urkanarier lauten, dass sie von Kelten, die vom spanischen und portugiesischen Festland herüberkamen, abstammten. Andere Überlegungen sprechen eher allgemein von Einwanderern, die aus dem Norden kamen.
Aber auch bei den Berbern, die aus den Wüstengebieten der afrikanischen Sahara auf die Kanaren kamen, gab es Menschen mit blauen Augen. Und einige Berber waren sogar blond. Daher ist die ursprüngliche Herkunft der Guanches noch immer nicht ganz geklärt.
Erst eine in 1341 eingerichtete portugiesisch-italienische Mission führte dazu, dass die Kanaren überhaupt auf einer Landkarte verzeichnet wurden.
Die ersten Europäer, die die Guanches unterwerfen wollten, waren 1402 die Normannen aus Frankreich. Die letzten Kämpfe endeten ca. 1495 unter einem galizischen Angriff.
Gran Canaria wurde schließlich im 15. Jahrhundert von Spanien in Besitz genommen. Erst Anfang 1960 beschloss der spanische General Franco, sein Land für sonnenhungrige Touristen und Urlauber zu öffnen.
Inzwischen sind die Kanaren aber eine autonome, also eigenständische, Region geworden.
Eine nationalistisch-liberale Regierung sorgt momentan für recht deutliche nationalistische Tendenzen unter den Bewohnern der Kanaren. Das wird nach außen manchmal an Plakaten sichtbar, die sich eher feindlich gegenüber Spanien darstellen etwa mit Sprüchen wie “Spanier haut ab”.